Frühling in Tel Aviv

Arte La Nuit / Die Nacht widmet sich in zwei Sondersendungen im Oktober und November der israelischen Hauptstadt – Tel Aviv.
Ausgestrahlt werden diese am 25. und 28.10.2008.
Die Sondersendungen werden 7 Tage nach Ausstrahlung auf ARTE+7 abrufbar sein; schon jetzt können hier einige Videos nachgesehen werden. Man darf auf die November-Sendungen gespannt sein.

Die Programmankündigung verspricht, weder eine musikalische Unterhaltungssendung noch einen kulturellen Dokumentarfilm über Tel Aviv. „Der Blick bleibt experimentell und offen für Überraschungen, stets auf der Suche nach versteckten Details, Situationen, Objekten, Menschen und Geheimnissen.

Die Stadt, Tel Aviv. Ein diskretes Porträt.
Szenen aus dem Leben, behutsam gefilmt, andächtig beobachtet.
Eine Familie isst zu Abend,
Eine Frau gießt ihre Blumen auf dem Balkon,
Ein Mann liest seiner Frau vor,
Ein Wartezimmer eines Arztes, einer Ambulanz,
Ein Polizeiamt,
Ein kleiner Lebensmittelladen, die Unterhaltungen darin,
Eine Schule am Morgen, die Eltern begleiten ihre Kinder,
Ein Supermarkt, die Leute erledigen ihre Einkäufe vor dem Shabbat…

Und, natürlich, das Meer und die Straßen, die wir immer wieder zu unterschiedlichen Tageszeiten gefilmt haben.

Der Frühling in Tel Aviv! Gesichter in den Straßen, aus nächster Nähe, Porträts… Und die Katzen von Tel Aviv! Die Maulbeerfeigen von Tel Aviv ! Die Stimmen der Stadt, die Sprachen der Stadt: Hebräisch, arabisch, russisch, englisch, französisch, jiddish… Menschen sprechen zu uns. Sie werden nicht interviewt. Sie sprechen frei heraus, über das, was sie im tiefsten Inneren bewegt. Sie kommen aus den verschiedensten Bereichen: Der Grafiker David Tartakover, die Fotografin Vardi Kahana, der Verleger Yonathan Nadav, die Autorin und Journalistin der Tageszeitung Haaretz, Avirama Golan, der Konferencier und Schriftsteller Asher Levy, der Historiker und Spezialist der jüdischen Gemeinde von Aden, Dany Goldschmidt… Und dann die neue Musikszene von Tel Aviv, vielfältig, fulminant, faszinierend. Sie ist das Spiegelbild der israelischen Gesellschaft: Widersprüchlich, mutlikulturell. Künstler, die auf hebräisch, arabisch, englisch oder russisch singen… Künstler, die sich darauf verstehen, die unterschiedlichsten Stile miteinander zu verbinden, Foklore, Pop, Rock, Hip Hop, Reggae, sowie Klezmer, orientalische und traditionelle äthiopische Klänge…

Manche beharren auf ihren Wurzeln, während andere sich über sie hinwegsetzen. Ihr Talent ist unbestritten und einzigartig. Dieser neuen Generation sind wir begegnet. Wir haben die Sänger bei sich zu Hause gefilmt. Sie schenken uns auf diese Weise nicht nur ihre Musik, sondern zeigen uns auch ihr ganz persönliche kleine Welt.

Unser neugieriger Blick richtet der sich besonders auf Details, Situationen und Dinge, die sowohl ein europäisches Publikum, wie die Einwohner von Tel Aviv überraschen werden.
Und schließlich zeigt diese Sendung die Architektur dieser Stadt auf sehr ungewöhnliche Weise, mit einem stets experimentellen Blick.
Es ist also ein multiples Portrait von Tel Aviv, diskret, poetisch und bescheiden. Das, einer seltsamen und fremden Stadt, schön in ihrer Hässlichkeit. Eine Stadt im Orient, merkwürdig verschoben, und doch vollkommen orientalisch. Und das, einer Generation von Künstlern, die vielleicht ein Spiegel der israelischen Gesellschaft sind. Das Portrait einer Stadt und einer Gesellschaft, die man nicht nur durch den einengenden Blickwinkel der « Aktualität » entdecken sollte.

Doch diese Sendung ist weder eine musikalische Unterhaltungssendung, noch ein kultureller Dokumentarfilm über Tel Aviv. Sie ist… „etwas anderes“.
Paul Ouazan“

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